Willkommen auf jubla.netz! Hier geht’s zur Anleitung.

Grenzenblock 15er Team

Grenzen

Zielgruppe(n)

☐ Kinder | ☒ Jugendliche

Datum/Zeit/Ort

 

1-1.5 h

 

Leitung

 

Themenbereich

☐ Outdoortechniken | ☐ Sicherheit | ☐ Natur und Umwelt | ☐ Pioniertechnik | ☐ Lagerplatz/Lagerhaus/Umgebung | ☒ Prävention und Integration

Was sollen die TN im Block lernen?

  • Die TN wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie Unbehagen im Bezug auf Grenzen verspüren

  • Die TN machen sich Gedanken wie und wo ihre und die Privatsphäre anderer im Lager geachtet werden können

  • Die TN diskutieren welche Verhaltensweisen sie von anderen okay finden und welche nicht

Methoden

 

Material/Hilfsmittel

  • Post It

  • Beschrieb der Theater

  • Schreibzeug

Vorbereitung

Vor dem Lager:

  •  

Im Lager:

  • passende Theater aussuchen und allenfalls anpassen

Vor dem Block:

  • Gruppen einteilen

Zeit

Beschreibung

Bemerkung

5 min

Einstieg

Ich bin stolz auf mich…. (Spiel für besseres Selbstvertrauen)

Alle TN stehen im Kreis und sollen überlegen, was sie in der letzten Woche besonders gut gemacht haben oder ihnen gut gelungen ist. Daraufhin beenden alle TN der Reiche nach den Satz « Ich bin stolz auf mich weil…»

 

25-40min

Hauptteil

Die TN werden in Kleingruppen eingeteilt. Jede Kleingruppe bekommt eine Situation. Die Gruppe überlegt sich, wie die Situation weiter gehen könnte und was an der Situation Problematisch ist. Und macht dazu ein Theater. Dieses Theater wird den anderen TN vorgeführt.

Folgende Themen stehen zur Auswahl:

  • Privatsphäre im Schlafraum

  • Bilder über Snapchat

  • Annäherung beim flirten

  • Duschen im Lager

  • Körperkontakt bei Spielen

Die Szenenbeschreibungen sind unterhalb des Blockbeschrieb zu finden

Je nach Gruppengrösse und Situation kann man wählen welche und wie viele Theater gemacht werden sollen. Auch kann es sinnvoll sein, die Theater für die jeweiligen Situation anzupassen (z.B. von Zelt zu Hauslager oder von Jubla auf Blauring)

24-40 min

Im zweiten Teil werden die TN nach Geschlecht eingeteilt. Die Kleingruppen bekommen nun die Aufgabe auf Post-it Zettel Go’s und No-Go’s von verschiedenen Verhaltensweisen, die sie sich wünschen oder eben nicht wünschen.

Als Anregung, gibt es zu jedem Theater noch Fragen, die in das Gespräch einfliessen können.

Danach stellen sich die beiden Gruppen die Zettel vor. Die verschiedenen Antworten können verglichen und besprochen werden.

 

5 min

Ausstieg

Gesprächsbereitschaft anbieten, auf Meldestellen und das Haltungspapier Grenzverletzungen und sexuelle Ausbeutung hinweisen

 

 

Kernbotschaft des Block

Wichtig ist, dass den TN das Gefühl gegeben wird, dass sie auf ihr Bauchgefühl hören sollen und dieses ernst nehmen sollen. Sie sollen, wenn etwas ist mit jemandem ihres Vertrauens sprechen und nicht denken, dass sie schuld sind oder sich anpassen müssen.

 

Lest den Text durch. Überlegt euch, wie die Geschichte weitergehen könnte. Macht ein Theater darüber. Die Geschichte kann ein positives oder ein negatives Beispiel sein (ihre entscheidet).

Lou und Noa sind im gemeinsamen Zimmer. Noa hat eine Freundin, die auch im Lager ist. Während der Freizeit, ist Noa immer bei ihnen im Zimmer. Manchmal sind sie am kuscheln oder küssen sich. Lou freut sich sehr für Noa, aber ist auch etwas genervt vom Liebespaar, dass sie immer in ihrem Zimmer sind. Lou weiß oft schon nicht wie und wann er sich umziehen soll. Einmal fällt der Kommentar: «Sei doch nicht so verklemmt», das war für Lou zu viel.

Fragen zum Theater:

  • Wie soll man sich verhalten, dass sich alle im Schlafzimmer wohl fühlen?

  • Wie sollten sich Pärchen im Lager verhalten?

  • Liegt es in der Verantwortung eines Pärchens, dass sich andere wohl fühlen? Bzw. hat Lou überhaupt etwas zum Verhalten des Pärchens zu sagen?

  • Wie kann ein Pärchen merken, wann ihr verhalten für andere Unangenehm ist?

Lest den Text durch. Überlegt euch, wie die Geschichte weitergehen könnte. Macht ein Theater darüber. Die Geschichte kann ein positives oder ein negatives Beispiel sein (ihre entscheidet).

Finn und Eden sind seit kurzem ein Liebespaar. Auch im Lager sind sie oft zusammen. Da nicht beide im gleichen Zelt schlafen, schicken sie sich auch oft Bilder und Nachrichten mit dem Handy hin und her. Eines Abends sagt Finn er möchte gerne ein Bild von Eden mit mehr Haut. Sie streiten sich etwas darüber, weil Eden eigentlich keine Lust hat, so viel von sich zu zeigen. Nach dem Finn sagt, dass ein solches Bild ein Liebesbeweis ist, schickt Eden dann doch ein Bild von sich über Snapchat. Eden sieht, das Finn ein Srceenshot vom Bild gemacht hat. Ein paar Minuten später hört Eden die anderen von 15-Team in ihrem Zelt lachen. Eden macht sich jetzt grosse Sorgen.

Fragen zum Theater:

  • Welche Bilder sollte man über Soziale Medien verschicken und welche nicht?

  • Was hält ihr von der Bitte mit der Bemerkung des Liebesbeweises?

  • Wem kann man heikle Bilder anvertrauen und wem nicht? Kann man sie überhaupt jemandem anvertrauen?

Lest den Text durch. Überlegt euch, wie die Geschichte weitergehen könnte. Macht ein Theater darüber. Die Geschichte kann ein positives oder ein negatives Beispiel sein (ihre entscheidet).

Luca möchte etwas von Michele. Die beiden kommen eigentlich sehr gut aus und verbringen viel Zeit miteinander. Unter der Freundesgruppe, ist es normal, dass sich die Leute oft umarmen und im Lager wird auch oft gekuschelt. Auch die beiden kuscheln manchmal zusammen. Eines Abends sind die beiden die letzten am Lagerfeuer. Luca beginnt Michele immer mehr anzufassen. Diese Berührungen mag Michele aber gar nicht, was Michele auch sagt. Luca lacht und denkt, das Michele das eigentlich schon möchte und macht weiter. Michele macht sich Sorgen, dass es Luca verletzen würde, wenn die Berührungen abgelehnt werden. Denn Michele mag Luca sehr aber für Berührungen ist es zu früh.

Fragen zum Theater:

  • Wie kann Luca wissen welche Berührungen okay sind und welche nicht?

  • Was kann man machen, wenn jemanden mag, aber für gewisse Berührungen noch nicht bereit ist?

  • Welche Haltung sollte Luca und welche Haltung sollte Michele haben?

Lest den Text durch. Überlegt euch, wie die Geschichte weitergehen könnte. Macht ein Theater darüber. Die Geschichte kann ein positives oder ein negatives Beispiel sein (ihre entscheidet).

Im Zeltlager gibt es Duschen wo mehrere Leute zusammen duschen. Nach dem Sportblock am ersten Tag geht die Gruppe vom 15-Team gemeinsam zu den Duschen. Als Renée merkt, dass mit der ganzen Gruppe geduscht wird bleibt er abrupt stehen und sagt: “Was wir duschen alle gemeinsam?”. Die anderen schauen Renée verwundert an und sagen: ...

Fragen zum Theater:

  • Wie macht ihre es im Lager, das alle ihre eigene Privatsphäre haben?

  • Kann bei deiner Gruppe jemand offen und ehrlich sagen, wenn er oder sie etwas nicht machen möchte, oder zu privat ist?

Lest den Text durch. Überlegt euch, wie die Geschichte weitergehen könnte. Macht ein Theater darüber. Die Geschichte kann ein positives oder ein negatives Beispiel sein (ihre entscheidet).

Beim Geländespiel wird viel gerauft und gekämpft. Schon das letzten Mal bei einem solchen Spiel, hatte Andrea das Gefühl, immer von Mael (Leitungsperson) öfter und intensiver ist bei Andrea als bei anderen Teilnehmenden. Andrea hat einfach ein komisches Bauchgefühl, wenn Mael sie beim Sport oder sonst im Lager in die Nähe kommt. Bei anderen Leitungspersonen, hat sie dieses Gefühl nicht, obwohl sie genau das gleiche machen. Andrea möchte die Gefühle von Mael nicht verletzen und weiss nicht ob sie etwas machen soll.

Fragen zum Theater:

  • Ist es normal, dass Andrea dieses Gefühl nur bei Mael hat?

  • Wie soll Andrea mit den eigenen Gefühlen umgehen?

  • Hat Mael etwas Falsches gemacht?

Sicherheitsüberlegungen

Den TN können getriggert werden. Daher immer die Möglichkeit geben aus dem Block auszusteigen oder nicht mitzumachen.

Die Theater sind zwar erfunden, aber man sollte darauf achten, dass sich einzelne TN nicht in einem Theater angesprochen oder verurteilt fühlen. (Nach Bedarf Theater leicht verändern oder weglassen)

Schlechtwettervariante

 

Kontakt

Fachgruppe Gesundheitsförderung & Prävention: praevention@jubla.ch