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Aktivität zum Tag der Demokratie (15 - 17 J.)
Aktivität zum Tag der Demokratie (15 - 17 J.) | |
Zeit | 1 - 3 h |
Alter | 15 - 17 Jahre |
Material |
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Ort | draussen |
Anzahl Leitende | mind. 6 - 8 |
Kontakt | Dies ist eine Aktionsidee vom Campus Demokratie und der SAJV anlässlich des Tags der Demokratie. |
Darum geht’s
In einem Spiel, in dem möglichst viele Teilnehmende zu Wort kommen, sammeln die Teilnehmenden spielerisch Erfahrung mit demokratischen Meinungsbildungsprozessen und der Funktionsweise des schweizerischen konsensdemokratischen Systems.
Ausgangslage
Die Teilnehmenden werden in gleich grosse Gruppen à 3-6 Personen aufgeteilt. Die Spielleitung stellt ein Problem und einen Lösungsvorschlag dafür vor. Jede Gruppe erhält ein Ziel zugeteilt (z.B. ihr wollt dass es weniger Unfälle gibt) und einigt sich auf eine Meinung zum vorgegebenen Lösungsvorschlag und eventuell auf einen eigenen Vorschlag.
Ziel des Spiels
Das Ziel der Gruppe ist, dass am Schluss des Spiels eine Lösung beschlossen wird, die für die eigene Gruppe stimmt. Es kann sein, dass am Schluss alle mit der Lösung zufrieden sind oder auch nicht.
Spielprinzip
In einem Postenlauf können die Gruppen sich Machtpunkte erspielen. Nach dem Postenlauf ist Versammlung. Alle Gruppen kommen zusammen. Für die Versammlung werden neu gemischte Gruppen gebildet (in jeder Versammlungsgruppe ist möglichst eine Person aus jeder Geländespielgruppe). Die neu gemischten Versammlungsgruppen versuchen, eine Lösung für das Szenario zu suchen, die mehrheitsfähig ist. Sie haben dafür 10-15 Minuten Zeit. Dann wird in den ursprünglichen Geländespielgruppen über die Lösung abgestimmt. Jede Gruppe hat in der Abstimmung so viel Stimmrecht, wie sie Machtpunkte haben. Wenn in der Abstimmung keine Lösung genügend Machtpunkte erhält, so gibt es eine nächste Versammlung. Die Idee ist, dass es vielleicht sogar drei oder vier Versammlungen und dabei eventuell auch Absprachen der Gruppen untereinander braucht, bis eine Versammlungsgruppe eine wirklich mehrheitsfähige Lösung findet.
Vorbereitungen
Folgende Dinge sollten vor der Aktivität erledigt werden:
Entscheidet euch für eines der beiden Probleme (1 oder 2).
Entscheidet, wie viele und welche Posten ihr in den Postenlauf einbaut.
Organisiert alles Material für die Posten (siehe dafür jeweils Abschnitt «Material» bei jeder Postenbeschreibung).
Besprecht die Aktivität im Leitungsteam, damit alle sie verstehen und das Ziel kennen.
Detailprogramm:
Zeit | Beschreibung |
15 min | Die Spielleitung hat die Rolle «Gemeinderat». Sie erklärt eines dieser beiden Probleme: Problem 1 (Veloweg): Die Strasse in die Stadt hat viel Verkehr und ist für Velofahrende gefährlich. Lösung des Gemeinderats: Es wird ein separater Veloweg gebaut neben der Strasse. Problem 2 (Naturschutzgebiet): Der Wald ist immer mehr voll Abfall und es hat fast keine Wildtiere mehr, die da leben. Ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz ist ausgestorben oder gefährdet. Lösung des Gemeinderats: Der Gemeinderat schlägt vor, den Wald in ein Naturschutzgebiet umzuwandeln, die Wege dürfen nicht mehr verlassen werden und keine Pflanzen gepflückt werden. Das soll auch mehr Tourist*innen anlocken. Die Gruppe wird in gleich grosse Geländespielgruppen à 3-6 Personen aufgeteilt (mit dem Wort «Gruppe» ist im ganzen Dokument immer die Geländespielgruppe gemeint). In jeder Gruppe ist eine Leitperson dabei. Jede Gruppe erhält eines der folgenden Ziele. Ein Ziel kann an mehrere Gruppen vergeben werden. Es müssen nicht alle Ziele vergeben werden. Achtet darauf, dass die Ziele ausgeglichen sind: Ziele bei Problem 1 (Veloweg):
Problem 2 (Naturschutzgebiet):
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10 min | Jede Gruppe überlegt, ob die Lösung des Gemeinderates für sie gut ist und wenn nicht, was dann gut wäre. In der Diskussion sollen die Teilnehmenden, was sie sagen wollen, kurz auf den Punkt bringen (maximal 30 Sekunden reden). Es sollen alle möglichst gleich viel und gleich oft reden. Die Spielleitung erklärt, dass diese Regeln gelten, weil es für demokratische Entscheide wichtig, ist, dass alle gleich fest mitreden können. Pro Gruppe ist eine Leitperson dabei und setzt diese Regeln durch. Alle kommen zusammen. Jede Gruppe sagt ihre Meinung. Die Spielleitung erklärt, dass die Gruppen nun in einem Postenlauf Machtpunkte sammeln können, die ihnen später helfen, ihr Ziel zu erreichen. Nun geht das Spiel los. |
35 min - 85 min | Machtpunkte Sammeln In den Geländespielgruppen machen alle Gruppen einen Postenlauf und sammeln dabei Machtpunkte. Jede Gruppe ist an einem Posten und wechselt nach 15 Minuten zum nächsten Posten. Die Machtpunkte werden nach Bewertung der Postenleitung verteilt (z.B. 1-5 Punkte, abhängig davon, wie gut die Aufgabe umgesetzt ist). Je nach Anzahl Teilnehmende und Anzahl Leitende könnt ihr auswählen, wie viele der folgenden Posten ihr anbietet. Jeder Posten wird von einer Leitperson betreut: Posten 1: Kampagne – Plakat gestalten
Posten 2: Medien – Eine Fernsehshow machen
Posten 3: Menschenrechts – Memory (Stafette)
Posten 4: Gemeinschaft und Zusammenhalt
Posten 5: Umweltschutz Naturbild
Posten 6: Zwergenwelt bauen
Posten 7: Werte Sportliche Alternative: Die Gruppe teilt sich in zwei Untergruppen auf, die gegeneinander antreten. Sie spielen Fussball, Ultimate Frisbee oder Ball über die Schnur. Es geht nicht um Punkte, sondern darum, möglichst fair zu spielen (alle haben mal den Ball, respektvoller Umgang, sich gegenseitig ermutigen etc.)
Posten 8: Singwettbewerb
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15 - 60 min | Versammlung Jede Versammlungsgruppe diskutiert nun eine Lösung zum Problem. Dabei bringt jede Person die Ziele ihrer Gruppe ein. Die Versammlungsgruppe hat etwa 10-15 Minuten Zeit, um eine Lösung zu finden. In jeder Gruppe ist eine Leitperson und schaut, dass alle zu Wort kommen. Auch hier ist die Regel, dass alle ähnlich viel und ähnlich oft reden sollen. Wenn die Diskussion stillsteht, kann die Leitungsperson versuchen, eine neue Idee einzubringen. Die Spielleitung kann die Diskussionen verlängern oder abbrechen, abhängig davon, wie stark die Versammlungsgruppen ins Gespräch verwickelt sind. Sobald die Diskussion beendet ist, hat die Versammlungsgruppe eine Minute Zeit, sich auf eine Lösung zu einigen. Wenn sich die Gruppe nicht einigt, entscheidet die Mehrheit. Nun wird über die Lösung jeder Versammlungsgruppe abgestimmt. Jede Geländespielgruppe stimmt als Gruppe ab und hat insgesamt so viele Stimmen wie sie Machtpunkte hat. Sie kann die Machtpunkte für oder gegen jede der vorgeschlagenen Lösungen einsetzen. Beispiel für einen ausgefüllten Stimmzettel einer Geländespielgruppe, die 13 Machtpunkte hat: Wenn eine Lösung die Mehrheit der Stimmen erhält (Machtpunkte dafür minus Machtpunkte dagegen ist die Mehrheit aller Machtpunkte), ist sie gewählt. Das Spiel ist zu Ende. Gewinnt in dieser Runde keine Lösung, so wird die Versammlung wiederholt. Die Versammlungsgruppen schlagen also je eine neue Lösung vor und die Geländespielgruppen stimmen mit ihren Machtpunkten darüber ab. Die Gruppen behalten dabei ihre Machtpunkte. Vielleicht braucht es drei oder vier Versammlungen, bis eine Lösung gewinnt. Die Idee ist, dass in der ersten Versammlung noch keine Lösung eine Mehrheit erhält. Die Spielleitung kann das System ändern und den Anteil aller Machtpunkte erhöhen oder senken, die eine Lösung braucht, um angenommen zu werden (z.B. es braucht ein Drittel, statt die Hälfte). Wenn eine Lösung gewinnt, ist das Spiel beendet. Ihr geht zur Besprechung. |
10 min | Besprechung
Folgende Punkte können in der Auswertung gesagt werden:
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