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Aktivität zum Tag der Demokratie (6 - 10 J.)
Aktivität zum Tag der Demokratie (6 - 10 J.) | |
Zeit | 1,5 - 2,5 h |
Alter | 6 - 10 Jahre |
Material |
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Ort | draussen |
Anzahl Leitende | mind. 8 - 10 |
Kontakt | Dies ist eine Aktionsidee vom Campus Demokratie und der SAJV anlässlich des Tags der Demokratie. |
Darum geht’s
In einem Spiel, in dem möglichst viele Teilnehmende zu Wort kommen, sammeln die Teilnehmenden spielerisch Erfahrung mit demokratischen Meinungsbildungsprozessen und der Funktionsweise des schweizerischen konsensdemokratischen Systems.
Ausgangslage
Die Teilnehmenden werden in gleich grosse Gruppen à 3-6 Personen aufgeteilt. Die Spielleitung stellt ein Problem und einen Lösungsvorschlag dafür vor. Jede Gruppe erhält ein Ziel zugeteilt (z.B. ihr wollt einen schönen Pausenplatz haben) und einigt sich auf eine Meinung zum vorgegebenen Lösungsvorschlag und eventuell auf einen eigenen Vorschlag.
Ziel des Spiels
Das Ziel der Gruppe ist, dass am Schluss des Spiels eine Lösung beschlossen wird, die für die eigene Gruppe stimmt. Es kann sein, dass am Schluss alle mit der Lösung zufrieden sind oder auch nicht.
Spielprinzip
In einem Postenlauf können die Gruppen sich Machtpunkte erspielen. In jeder Gruppe und bei jedem Posten ist mindestens eine Leitperson. Nach einiger Zeit ist Versammlung. Alle Gruppen kommen zusammen. Für die Versammlung werden neu gemischte Gruppen gebildet (in jeder Versammlungsgruppe ist eine Person aus jeder Geländespielgruppe und eine Leitperson). Jede Versammlungsgruppe versucht, eine gute Lösung für das Szenario zu suchen. Sie haben dafür etwa 15-20 Minuten Zeit. Dann wird in den ursprünglichen Geländespielgruppen über die Lösung abgestimmt. Jede Gruppe hat in der Abstimmung so viel Stimmrecht, wie sie Machtpunkte haben. Die Lösung mit den meisten Punkten gewinnt.
Vorbereitungen
Folgende Dinge sollten vor der Aktivität erledigt werden:
Entscheidet euch für eines der beiden Probleme (1 oder 2).
Entscheidet, wie viele und welche Posten ihr in den Postenlauf einbaut.
Organisiert alles Material für die Posten (siehe dafür jeweils Abschnitt «Material» bei jeder Postenbeschreibung).
Besprecht die Aktivität im Leitungsteam, damit alle sie verstehen und das Ziel kennen.
Detailprogramm
Zeit | Beschreibung |
15 min | Die Spielleitung hat die Rolle «Gemeinderat». Sie erklärt eines dieser beiden Probleme: Problem 1: Der Pausenplatz ist etwas langweilig und eher klein. Es gibt nur einen Teerplatz, auf dem Fussball gespielt wird. Vorschlag der Lehrpersonen: Der Fussballplatz wird verkleinert und dafür wird ein Sandkasten gebaut. Problem 2: Fleisch ist schlecht für die Umwelt und Tiere müssen leiden. Lösung: Am Mittagstisch in der Schule gibt es kein Fleisch mehr Die Gruppe wird in gleich grosse Geländespielgruppen à 3-6 Personen aufgeteilt (mit dem Wort «Gruppe» ist im ganzen Dokument immer die Geländespielgruppe gemeint). In jeder Gruppe ist eine Leitperson dabei. Jede Gruppe erhält eines der folgenden Ziele. Ein Ziel kann an mehrere Gruppen vergeben werden. Es müssen nicht alle Ziele vergeben werden. Achtet darauf, dass die Ziele ausgeglichen sind: Ziele bei Problem 1 (Sandkasten auf dem Pausenplatz):
Ziele bei Problem 2 (Kein Fleisch am Mittagstisch):
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10 min | Jede Gruppe überlegt, ob die Lösung für sie gut ist und wenn nicht, was dann gut wäre. In der Diskussion ist eine Leitperson dabei. Sie erklärt, dass es für demokratische Entscheide wichtig, ist, dass alle gleich fest mitreden können und schaut, dass alle zu Wort kommen. Alle kommen zusammen. Jede Gruppe sagt ihre Meinung. Die Spielleitung erklärt, dass die Gruppen nun in einem Postenlauf Machtpunkte sammeln können, die ihnen später helfen, ihr Ziel zu erreichen. Nun geht das Spiel los. |
35 min - 85 min | Machtpunkte Sammeln In den Geländespielgruppen machen alle Gruppen einen Postenlauf und sammeln dabei Machtpunkte. Jede Gruppe ist an einem Posten und wechselt nach 15 Minuten zum nächsten Posten. Die Machtpunkte werden nach Bewertung der Postenleitung verteilt (z.B. 1-3 Punkte, abhängig davon, wie gut die Aufgabe umgesetzt ist). Je nach Anzahl Teilnehmende und Anzahl Leitende könnt ihr auswählen, wie viele der folgenden Posten ihr anbietet. Wir empfehlen euch, etwa 2-5 Posten auszuwählen. Jeder Posten wird von einer Leitperson betreut: Posten 1: Kampagne – Plakat gestalten
Posten 2: Medien – Ein Mini-Theater machen
Posten 3: Menschenrechts – Memory (Stafette) Jedes Memorypaar ist ein Punkt der Menschenrechts-Charta. Eine Person rennt zu den Karten, deckt zwei auf, nimmt sie mit, wenn sie zueinander passen, rennt dann zurück und klatscht die nächste Person ab, die nun losrennt. Die Gruppe versucht, das Memory so schnell wie möglich gemeinsam zu lösen.
Posten 4: Gemeinschaft und Zusammenhalt
Posten 5: Umweltschutz Naturbild
Posten 6: Zwergenwelt bauen
Posten 8: Singwettbewerb
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15 - 60 min | Versammlung Die Spielleitung erklärt die Aufgabe: Jede Versammlungsgruppe diskutiert eine Lösung zum Problem. Dabei bringt jede Person das Ziel ihrer Gruppe ein. Die Versammlungsgruppe hat etwa 10 Minuten Zeit, um eine Lösung zu finden. In jeder Gruppe ist eine Leitperson dabei. Sie schaut, dass alle die Aufgabe verstanden haben und, dass alle zu Wort kommen. Wenn die Diskussion stillsteht, versucht die Leitperson, eine neue Idee einzubringen. Die Spielleitung kann die Diskussionen verlängern oder abbrechen, abhängig davon, wie stark die Versammlungsgruppen im Gespräch sind. Sobald die Diskussion beendet ist, hat die Versammlungsgruppe 1-2 Minuten Zeit, sich auf eine Lösung zu einigen. Wenn sich die Gruppe nicht einigt, entscheidet die Mehrheit. Danach gehen alle wieder in die Geländespielgruppe. Nun wird über die Lösung jeder Versammlungsgruppe abgestimmt. Jede Geländespielgruppe hat insgesamt so viele Stimmen wie sie im Postenlauf Machtpunkte erhalten hat. Sie kann die Machtpunkte für jede der vorgeschlagenen Lösungen einsetzen. Beispiel für einen ausgefüllten Stimmzettel einer Geländespielgruppe: Die Lösung, die am meisten Stimmen erhält, ist gewählt. Das Spiel ist beendet und ihr geht zur Besprechung über |
10 min | Besprechung
Folgende Punkte können in der Auswertung gesagt werden:
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