LA Ökologisch

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LA Ökologisch

LA Ökologisch

Zielgruppe(n)

☐ Kinder | ☒ Jugendliche

Datum/Zeit/Ort

 

2 h

Lagerplatz

Leitung

 

Themenbereich

☐ Outdoortechniken | ☐ Sicherheit | ☒ Natur und Umwelt | ☐ Pioniertechnik | ☐ Lagerplatz/ Lagerhaus/ Umgebung | ☐ Prävention und Integration

Was sollen die TN im Block lernen?

  • Zusammenarbeit

  • Wertschätzung

  • Anerkennung

  • Bewegung

  • Problem lösen

  • Kochen

  • Klimasensibilität

  • Nachhaltigkeit

Methoden

 

Material/Hilfsmittel

  • Jasskarten

  • 1 Stoffbändel/ Absperrband/ Seil pro TN

  • Ausgedruckte Vorlagen:

 

  • Pfeile

  • Verkleidung

  • Notizpapier

  • Stifte

  • Laptop/Handy

  • Post-It

  • PET-Flasche

  • Schneidebrett

  • Messer, Löffel

  • Knoblauchpresse

  • Knoblauch

  • Div. Kräuter

  • Butter

  • Salz, Pfeffer

Vorbereitung

Vor dem Lager:

  • Vorlagen ausdrucken

  • Material packen

Im Lager:

  • Lebensmittel einkaufen

Vor dem Block:

  • Rollen der Leitungspersonen verteilen

  • Posten aufstellen

  • Schnitzeljagd legen

Zeit

Beschreibung

Bemerkung

15'

Einstieg

Die Gruppen werden eingeteilt in Jasskarten-Farben (Rose, Schelle, Schilten, Eicheln). Die Gruppe werden markiert durch einen Stoffbändel. Diesen befestigen alle Gruppen an einem anderen Ort.

  • Gruppe Rose: rechter Arm

  • Gruppe Schelle: linkes Bein

  • Gruppe Schilten: um die Hüfte

  • Gruppe Eicheln: um den Kopf.

Auf dem Gelände sind Jasskarten verteilt. Jede Gruppe sammelt Jasskarten, damit sie das Rätsel erhalten. Sobald sie alle Karten ihrer Farbe gefunden haben, erhalten sie die Rätsel. Das erste Rätsel können sie nur mit einer anderen Gruppe zusammen lösen. Wenn die andere Gruppe noch nicht alle Jasskarten ihrer Farbe gefunden hat, so muss dieser zuerst geholfen werden. Danach dürfen sie das Rätsel gemeinsam lösen.

 

Rätsel 1 (zwei Gruppen gemeinsam, siehe Beilage)

Beide Gruppen haben Wörter in einem Couvert. Mit beiden Couverts können sie aus den Wörtern einen Satz bilden.

Lösungssätze

Schellen+ Schilten: «Im Team können wir zusammenarbeiten, Ideen teilen und gemeinsam Grossartiges erreichen.»

Rosen+ Eicheln: «Im Team können wir viel erreichen, wenn wir zusammenhalten und uns helfen.»

Wörter pro Couvert:

  • Schellen: im, wir, grossartiges, zusammenarbeiten, erreichen, Ideen

  • Schilten: teilen, Team, und, können, gemeinsam

  • Rosen: im, wir, und, viel, wenn, zusammenhalten

  • Eicheln: Team, können, uns, wir, helfen, erreichen

Sie gehen in der entsprechenden Gruppe zusammen und versuchen die Wörter in der richtigen Reihenfolge zu einem Satz zu formen. Wenn sie dies geschafft haben, prüft eine Leitungsperson, ob der Lösungssatz korrekt ist.

 

1h 30'

Hauptteil

Es geht im Hauptteil nicht konkret um die richtige Antwort, sondern um das Nachdenken und Sensibilisieren zum Thema Nachhaltigkeit.

Es sind vier Posten, respektive Rätsel, auf dem Spielfeld verteilt und diese werden von mind. 1 LP betreut.

Wenn die beiden Gruppen das Rätsel 1 gemeinsam gelöst haben, geht es mit der eigenen Gruppe weiter. Sie können selbstständig von Posten zu Posten wechseln. Nach jedem Rätsel erhält die Gruppe Geld in Form von Streichhölzern. Mit diesen Streichhölzern können sie sich beim Laden Lebensmittel oder Material kaufen, um Kräuterbutter herzustellen.

Auf dem Spielfeld sind vier Leitungspersonen als Fänger*in verteilt. Zwei von ihnen sind „lieb“ und zwei sind „böse“. Die TN können diese Fänger*innen berühren. Die «lieben» Fänger*innen überreichen den TN Geld und die «Bösen» nehmen den TN das Geld weg. Die TN wissen nicht, wer lieb und wer böse ist, denn das wechselt im Spiel dauernd.

 

Rätsel 2: Öko-Labyrinth

Auf dem Gelände wird mit Pfeilen eine Schnitzeljagd gelegt. An jeder Verzweigung wird den TN eine Frage gestellt, bei der sie sich entscheiden müssen. Manchmal gibt es klar richtig oder falsch, teils sind auch beide Antworten richtig. Beispielsweise könnte eine Frage sein, ob zukünftig die Stromproduktion durch Wasserkraftwerke vermindert werden sollte. Wenn sich die TN jedes Mal richtig entscheiden, kommen sie ans Ziel.

Mögliche Fragen:

  • Können Solarzellen auch bei schlechtem Wetter Strom erzeugen? Ja & Nein, je nach Wolken, aber bei bewölktem Wetter ist die Erzeugung von Strom problemlos möglich

  • Sind Bio-Produkte besser für die Umwelt? Ja, grundsätzlich schon, solange auch diese saisonal und regional verkauft werden.

  • Produziert eine Autofahrt einmal um die Welt mehr CO2 als ein einzelner Flug von Zürich nach London? Nein, ein Flug nach London verbraucht etwa 50 Tonnen CO2, eine Autofahrt um die Welt hingegen nur etwa 7 Tonnen.

  • Ist die Fläche an Wald in der Schweiz im letzten Jahrzehnt gestiegen? Ja.

  • Darf man in Schweizer Wäldern einfach so Bäume fällen? Nein.

  • Braucht 1 kg Poulet mehr Wasser zur Herstellung als 1 kg Eier? Ja.

Rätsel 3: Von der Plantage auf den Teller (siehe Beilage)

Die TN erhalten die Aufgabe, mithilfe von verfügbaren Informationen, die unterschiedlichen (Grund-)Nahrungsmittel theatralisch vorzustellen. Das heisst, dass sich die TN beispielsweise als Kartoffel, Tomate, Rindfleisch und Milch “verkleiden”. Die Verkleidung ist dabei optional. Mithilfe von zur Verfügung gestellter Inhalte sollen die TN überlegen, wie sich die Lebensmittel unterscheiden. Wichtig sind hierbei Sachen wie die Saisonalität, Produktionsland, Nährwerte, jährlicher Ernteschaden, etc.

Rätsel 4: Good-News-Wand

Die TN erhalten Zugriff zu einem Laptop/Handy mit Internet. Auf einem Plakat ist grob eine Weltkarte eingezeichnet. Die TN erhalten als Gruppe den Auftrag, drei gute Neuigkeiten im Kontext zum Kampf gegen den Klimawandel zu recherchieren, und diese auf der Weltkarte mit Post-it zu markieren.

Mögliche Schlagzeilen:

  • Eine exotische Fischart wandert über Schiffe in die Schweiz ein und macht sich in den Flüssen breit.

  • Die Temperaturen im Winter sinken plötzlich rasant, der Hallwilersee friert ein, doch 3 Tage später ist es wieder 12° C.

  • Der Gemeinderat von Gipf-Oberfrick gibt das grüne Licht, um auf dem Kornberg mehr Wald zu roden, um dort neue Häuser zu bauen.

  • Die jährliche Durchschnittstemperatur nimmt um 2,5° C zu und die durchschnittliche Anzahl der Regentage in der Schweiz sinkt um 30%.

  • Der Stadtrat Aarau beschliesst, das Wasserkraftwerk abzureissen.

  • Durch die steigenden Temperaturen wird es auch in den Alpen jedes Jahr wärmer und die Baumgrenze verschiebt sich nach oben.

  • Durch die heissen, regenarmen Sommer steigt die Gefahr für Waldbrände rasant.

Rätsel 5: Abfall-Trennen (siehe Beilage)

Die TN müssen vom Boden verschiedenen Abfall aufheben und diesen klimagerecht trennen. Dazu erzählt die Leitungsperson, wieso die Abfalltrennung und -recycling wichtig ist und fragt die TN, was diese zu Hause trennen.

 

Alle Gruppen können nun ihr noch übriges Geld beim Laden ausgeben für Materialien und Lebensmittel.

 

15'

Ausstieg

Die TN machen die Kräuterbutter in der PET-Flasche und dürfen dies entweder gleich essen (Zvieri) oder es wird beim Zmittag/ Znacht als Vorspeise gegessen.

 

Benötigte Zutaten:

  • 250 g weiche Butter

  • Frische Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Basilikum)

  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

  • Optional: Knoblauch, Zitronensaft

 Werkzeuge:

  • PET-Flasche (sauber und trocken!)

  • Messer und Schneidebrett

  • Löffel

Anleitung:

  1. Die frischen Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken.

  1. Die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen.

  1. Die gehackten Kräuter, Salz, Pfeffer und optional Knoblauch oder Zitronensaft zur weichen Butter geben und alles gut vermengen.

  1. Die Mischung vorsichtig mit einem Löffel oder Spatel in die saubere PET-Flasche füllen. Dabei darauf achten, keine Luftblasen zu hinterlassen.

  1. Den Flaschenhals gut verschliessen, damit keine Flüssigkeit austritt.

  1. Die Flasche in den Kühlschrank stellen und die Kräuterbutter mindestens eine Stunde fest werden lassen.

Verwendung:

Vor dem Servieren die Flasche leicht schütteln, um die Butter gleichmässig zu verteilen. Dann kannst du die gewünschte Menge direkt aus der Flasche drücken.

 

Sicherheitsüberlegungen

  • Feld markieren

  • Wetterangepasste Kleidung

  • Gute Schuhe

  • Sonnenschutz

  • Apotheke dabei

  • Genügend Trinkwasser

  • Gefährliche/Spitze Gegenstände aus dem Feld legen

Schlechtwettervariante

  • Das Spiel findet bei jeder Witterung statt. Ausser bei Gewitter wird das Spiel verschoben

Kontakt

nachhaltigkeit@jubla.ch