Fördern – Fordern – Überfordern, danke Jubla-Rucksack!

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Fördern – Fordern – Überfordern, danke Jubla-Rucksack!

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Erfahre in diesem Blogartikel wie die Jubla-Aktivität „Bändeli knüpfen“ im Operationsaal beim chirurgischen Knöpfen hilft. Corinne Zurmühle, Jahrgang 1986 reist mit dir zurück in ihre Jubla-Kindheit, um als Fachärztin Orthopädie und Traumatologie sowie Uni-Dozentin im heute anzukommen.


Damals im Blauring

Angefangen hat die Jubla-Liebe und die Motivation sich für die Jubla zu engagieren in einem Sommerlager: «Wir waren als Blauring Bueri-Perle immer mit grosser Gruppe auf Wanderungen oder auf Stadtspielen unterwegs. Bei einer solchen Aktivität, in den 90-er Jahren, verlor ich den Anschluss und wurde tatsächlich vergessen. Die Schar war bereits auf der Retourfahrt im Postauto, als einer Leiterin auffiel, dass das Mädchen am Strassenrand (ich) auch noch dazugehöre. Das Postauto riss einen Stopp und ich wurde glücklicherweise eingesammelt. Damals als Blauring Mädchen dachte ich nicht gross über diese Situation nach. Die Erinnerung soll aber später einen Einfluss auf das 3x3 haben, bei welchem ich mitgearbeitet habe und nun der Satz «TN zählen» steht.»
Das Beispiel steht für eine typische Jubla-Situation von denen du sicher ebenso unzählige zu erzählen hast und bei denen du ebenso Lösungen findest und Hilfsmittel einsetzt, damit die erfahrene Herausforderung nicht nochmals passiert.

 

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In der Rolle als Ausbildungsverantwortliche stärkte Corinne ihre Kompetenz anderen Jubla-Mitgliedern etwas zu erklären und sie mitzunehmen ohne zu belehren. Sie orientiert sich dabei an den eigenen Erfahrungen. Dies tat sie, in dem sie, die Umgebung so gestaltete, dass mit der nötigen Struktur (beispielsweise dem Hilfsmittel meisterwerk) und Sicherheit die optimale Umgebung zum Lernen herrschte.

 

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Vermutlich erstaunt es dich nicht, dass Corinne, wenn sie im Vorlesungsaal an der Uni steht, sich nach wie vor an diesen Werten orientiert. Sie und ihr Team wagen es und nutzen praxisorientierte Lehr- und Lernmethoden. Im Gespräch erinnert sie sich an eine Arbeitskollegin, die Mühe hatte chirurgische Knoten zu knüpfen, ihr fehlte die Fingertechnik.
In einem ruhigen Moment setzte sie sich mit ihr hin und überreichte ihr ein angefangenes Bändeli.

Und siehe da, bald beherrschte diese den einen Knoten einhändig, was definitiv zu mehr Geschicklichkeit im chirurgischen Kontext führte.

 

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Wie du dir vorstellen kannst, steht Corinne auch heute immer wieder vor Herausforderungen, beispielsweise dann, wenn die Anwesenden nicht darauf vorbereitet sind, dass sie als junge Person etwas einfach wagt (und kann), weil sie eben darauf zählen kann, dass sie die entsprechende Hilfe aus dem Jubla-Rucksack zücken kann. Dem Jubla-Rucksack, der während unzähligen Jubla-Engagements gefüllt wurde:

 

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Oder wie Corinne erzählt: «Die Zufriedenheit nach einer gelungenen Operation, bei der wir als Team aufeinander zählen durftn, kann sich anfühlen wie damals ein Kursloch.»

 

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Denkanstoss

Welche Geschichten stecken in deinem Jubla-Rucksack? Was an/in deinem Jubla-Engagement fördert, fordert oder überfordert dich? Erzähl es uns via animation@jubla.ch



Esther Burri, Fachverantwortliche Animation

August 2024